Der Pole Stanislaw Zalewski hat als politischer Häftling Auschwitz, Mauthausen und Gusen überlebt. Er verbrachte insgesamt 600 Tage in Konzentrationslagern. Wie vielen anderen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen fiel es ihm lange schwer, über das Erlebte zu sprechen.
Heute ist Stanislaw Zalewski 100 Jahren alt und redet als Botschafter des Erinnerns oft und gerne mit jungen Menschen. So schilderte er am 9.4. auch unseren Schülerinnen und Schülern der vierten Klassen in einem sehr bewegenden Onlinegespräch, was er in der NS-Zeit und im Holocaust erleben musste. Er berichtete von seiner Mitgliedschaft in einer Widerstandsgruppe, von seiner Verhaftung als 17jähriger und von seiner Gefangenschaft in mehreren Konzentrationslagern.
Laut Stanislaw Zalewski "darf die Menschheit diese Verbrechen niemals vergessen!" Daher war er auch bereit, dass sein Leben verfilmt wurde. Für den Film begleitete ihn die Regisseurin Magdalena Żelasko mit der Kamera drei Jahre lang und ließ ihn über sein Leben und Überleben in den Konzentrationslagern erzählen.
Für unser Onlinegespräch übernahm die Regisseurin höchstpersönlich die Moderation und übersetzte für unsere Schülerinnen und Schüler ins Deutsche. Herr Zalewski nahm sich viel Zeit, um die Fragen unserer Schülerinnen und Schüler ausführlich zu beantworten. Seine Erfahrungen und Erlebnisse stimmten unsere Jugendlichen sehr nachdenklich.
