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Zeitzeugin besuchte Neue Mittelschule

Die vierten Klassen der NMS St. Peter in der Au hatten die besondere Ehre, Frau Anna Hackl (geborene Langthaler), eine noch lebende Zeitzeugin der „Mühlviertler Hasenjagd“ persönlich kennen zu lernen. 

Trotz ihrer 88 Jahre konnte sie die Kinder und auch die Lehrer in einer 2-stündigen Erzählung unglaublich beeinducken.

Anfang Februar 1945 brachen ca. 500 russische Häftlinge aus dem Todesblock 20 des KZ Mauthausen aus. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, diese schonungslos wie die Hasen zu jagen und möglichst alle zu ermorden. Dies ging als „Mühlviertler Hasenjagd“ in die Geschichte ein. 

Nur neun Menschen überlebten dieses grauenvolle Massaker. Zwei davon, Michael Rybtschinskij und Nikolai Zimkolo, wurden von der barmherzigen Familie Langthaler mehrere Monate unter größter Lebensgefahr auf ihrem Bauernhof in Schwertberg versteckt. 

Anna Hackl, damals 14 Jahre alt, erlebte all das Schreckliche und die ständige Angst, erwischt oder verraten zu werden. Trotzdem gelang es ihrer Familie, den beiden Russen das Überleben zu sichern.

Sichtlich beeindruckt bedankten sich die Schülerinnen und Schüler bei Frau Hackl für ihren Besuch und die Schilderung ihrer Erlebnisse.

 

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